Babys und Kinder

Die Beschwerden von Kindern sind anders zu diagnostizieren und zu behandeln als die von Erwachsenen. Sie sind weniger differenziert als die von Erwachsenen und zeigen meistens die konstitutionelle Veranlagung, zum Beispiel eine allergische Neigung, eine Empfindlichkeit der Atemwege oder der Verdauung oder die Neigung zu emotionaler Unausgeglichenheit und Unzufriedenheit.

Viele Kinder kommen wegen emotionaler Unausgeglichenheit in meine Praxis. Darunter fallen Symptome wie Konzentrationsstörungen, Unruhe, Hibbeligkeit, Aggressivität, Anpassungsschwierigkeiten, Unzufriedenheit bzw. niedrige Frustrationstoleranz, ADS bzw. ADHS. Die Behandlung kann als ein Element helfen, die emotionale Ausgeglichenheit des Kindes zu verbessern. Die Gewohnheiten des Kindes, die Ernährung und die Beziehung der Eltern untereinander sowie zum Kind sind weitere wichtige Faktoren, die der Beachtung bedürfen.

Infektanfälligkeit geht oft mit einer schlechten Verdauungsfunktion und / oder einer konstitutionell schwachen Lungenfunktion einher, da die Abwehrkraft der Lunge direkt mit der Energieproduktion aus der Nahrung zusammenhängt. Insbesondere wenn das Kind oft Antibiotika einnehmen musste, wird die Verdauung schlechter und die Abwehrkraft schwächer. Mit der Behandlung kann die Funktion der Lunge und der Verdauung gestärkt werden, wodurch die Abwehrkraft gestärkt wird, sodass weniger Infekte auftreten und in Zukunft auch weniger Medikamente notwendig sind.

Asthma kann begleitend behandelt werden mit dem Ziel, die Anfallshäufigkeit und Anfallsschwere zu reduzieren. Dadurch kann die Kortisongabe mit dem Inhalator minimiert werden, was für die Gesundheit des Kindes von großer Wichtigkeit ist. Langfristige regelmäßige Kortisongabe führt zu einer Schwächung der Konstitution des Kindes, was zu einer generellen Empfindlichkeit und Labilität führen kann. Die Dosis des Kortisonsprays sollte jedoch nur in Absprache mit dem Arzt reduziert werden, wenn sich die Symptome des Asthmas deutlich gebessert haben.

Ähnlich wie bei Asthma kann mit der Neigung zu epileptischen Anfällen verfahren werden.  Durch die Behandlung ist es möglich, Anfallshäufigkeit und -schwere zu reduzieren um dann in Absprache mit dem Arzt die Medikamentendosis der Antiepileptika zu reduzieren.

Kleinkinder haben oft Symptome wie Durchfall, Verstopfung, Schlafstörungen, häufiges Schreien etc., welche gut auf die sanfte Behandlung ansprechen.